Sind wir wirklich süchtig nach unserem Essen?

Im Laufe der Jahre haben sich verarbeitete Lebensmittel verändert, um unseren wachsenden Wünschen zu entsprechen, nicht nur bequem und wirtschaftlich, sondern auch schmackhaft zu sein. Lebensmittelunternehmen haben entdeckt, wie man bestimmte Geschmäcker und Texturen für Produkte kreiert, die uns immer wieder zurückhaben. Aber einige Experten sagen, wir essen, kaufen und wiegen mehr, weil wir süchtig sind.
Zucker + Fett + Salz
Wachsende Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass hochverarbeitete Lebensmittel ähnlich wie Suchtmittel zu Abhängigkeit führen können. Vor allem drei Zutaten, die häufig in verarbeiteten Lebensmitteln vorkommen: Zucker, Fett und Salz, werden auf ihre suchterzeugenden Eigenschaften hin untersucht. Während jeder dieser Bestandteile funktionelle Eigenschaften in Nahrungsmitteln liefert, erzeugen große Mengen eine "Hyperpalatabilität" und könnten problematisch sein, wie Studien an Tieren und Menschen zeigen.
Laut den National Institutes of DrugAbuse (NIDA), können hyperapaquat Lebensmittel das natürliche Gehirn belohnen System, die Freisetzung der "Wohlfühl" Gehirnchemikalie, Dopamin. Dopamin verleiht dem Gehirn ein Gefühl von Belohnung, Zufriedenheit und Inhalt.
Dr. Nora D. Volkow, Direktorin des NIDA sagt: "Wir finden eine enorme Überlappung zwischen Drogen im Gehirn und Nahrung im Gehirn." Niedrige Dopaminrezeptorspiegel, die entweder anfänglich vorhanden sind oder durch wiederholte Verwendung verursacht werden, bedeuten, dass mehr und mehr Dopamin-induzierende Substanzen gesucht werden müssen, um eine Belohnung zu erreichen.

Funktionelle und süchtig machende Eigenschaften

Zucker, Fett und Salz enthalten alle verschiedene Eigenschaften, die notwendig sind, um lagerstabile Fertiggerichte zu produzieren. Beispiele umfassen das Stabilisieren, das Mürbemachen, das Verbessern einiger Aromen, während andere maskiert werden, und das Reduzieren der mikrobiellen Aktivität. Jeder dieser Bestandteile hat jedoch auch süchtig machende Eigenschaften.
In Tierversuchen zeigten Ratten, die regelmäßig mit großen Mengen an Zucker versorgt wurden, Entzugsverhalten, sobald der Zucker eingeschränkt oder entfernt wurde. Es wurde auch beobachtet, dass Fett von Ratten hoch angesehen wurde. Studien zeigten, dass Ratten an Fett gebunden waren und dass Dopamin im Gehirn freigesetzt wurde, aber Entzugserscheinungen schienen nicht vorhanden zu sein wie bei Zucker.
Zuletzt Salz. Ein Team des Duke University Medical Center und australische Wissenschaftler fanden heraus, dass Genmuster, die durch Salzappetit aktiviert wurden, dieselbe Gruppe von Genen waren, die durch Kokain- oder Opiatabhängigkeit reguliert wurden.
Hyperapatable Foods Engineered
Im Buch Salz Zucker Fett: Wie die Nahrungsmittelriesen uns haken, Autor Michael Moss erklärt, dass Lebensmittelunternehmen in der Lage sind, das perfekte Rezept für ihre Nahrungsmittel und Getränke durch strenge Forschung zu schaffen, wo Hunderte von Formulierungen auf Verbraucher getestet werden, um den "Glückspunkt" zu finden. Moss zitiert einen australischen Psychologen, Robert McBride, der sagte: "Für alle Zutaten in Essen und Trinken gibt es eine optimale Konzentration, bei der das sensorische Vergnügen maximal ist. Dieses optimale Niveau wird der Glückspunkt genannt. Der Glückspunkt ist ein mächtiges Phänomen und diktiert, was wir essen und trinken mehr als wir realisieren. "
In einer Tierstudie, die am College of Medicine der University of Florida durchgeführt wurde, wurden Ratten überwacht, nachdem sie Zugang zu verarbeiteten Lebensmitteln wie Keksen, Käse, Schokoladenstückchen und Marshmallows erhalten hatten. Nach einigen Monaten wurden die Ratten fettleibig und wiesen niedrigere Dopaminspiegel auf als Ratten, denen typisches Laborfutter verfüttert wurde. In einer anderen Studie gefüttert Wissenschaftler Ratten Lebensmittel wie Wurst, Speck und Käsekuchen. Scripps-Forschungsassistent Professor Paul J. Kenny bemerkte: "In der Studie verloren die Tiere vollständig die Kontrolle über ihr Essverhalten, das primäre Kennzeichen der Sucht."
Er fuhr fort zu sagen: "Diese Ergebnisse bestätigen, was wir und viele andere vermutet haben, dass der übermäßige Konsum von hochvergnüglichen Speisen suchtähnliche neuroadaptive Reaktionen in Gehirnbelohnungsschaltungen auslöst und die Entwicklung von zwanghaftem Essen antreibt."
Während Tierstudien aufschlussreich sind, bedarf es weiterer Forschung bei menschlichen Probanden, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie diese Nahrungsmittel uns beeinflussen. Während wir jedoch auf weitere Untersuchungen warten, wächst die Adipositas-Epidemie weiter. Es lohnt sich, sich nun genauer anzusehen, welche Lebensmittel wir kaufen und wie wir sie verzehren.

Schau das Video: Dokumentation - Die Sucht nach Zucker

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